23.02. bis 01.03.2024 Tourenwoche Val di Fiemme

Pünktlich auf Beginn unserer Tourenwoche in den südlichen Dolomiten fiel plötzlich Schnee im Überfluss…

Nach der Verschiebung dieser Tourenwoche infolge Schneemangels im Vorjahr, waren die Bedenken wiederum recht gross, dass es auch dieses Jahr wieder nicht klappen könnte. Mit Giuliano unserem langjährigen Bergführer aus den Dolomiten hatten wir aber bereits verschiedene Plan-B Szenarien abgesprochen, wie z.B. die Mitnahme von Pistenskis zusätzlich zur Tourenausrüstung.

Die Anreise am Freitag früh bei schlechter Wetterprognose via Brünig, Hirzel, Arlbergtunnel in Richtung Innsbruck verlief danach vorerst problem- und auch staulos. Im immer stärker werdenden Schneetreiben auf dem Weg zum Brennerpass kamen wir dann schnell mal in einen Stau, es ging weder vorwärts noch rückwärts. Offenbar standen Lastwagen quer auf der Brennerautobahn. Nach über einer Stunde, unser Zeitplan kam bereits ziemlich in Verzug, wurden wir gewendet und mussten in Richtung Innsbruck zurückfahren, der Brennerpass war auf unbestimmte Zeit gesperrt. Wir entscheiden uns dann auf der Autobahn zurück zu fahren und via Landeck, Reschenpass, Meran, Bozen das Dörfchen Panchià im Val die Fiemme doch noch zu erreichen. Mit ziemlicher Verspätung konnten wir dann müde aber glücklich kurz nach 20 Uhr doch noch das Nachtessen im Hotel Panorama geniessen.

Ab Samstag durften wir die Skitouren mit Giuliano als umsichtigen und jederzeit auf Sicherheit bedachten Bergführer geniessen. Kurz zusammengefasst: es fiel praktisch die ganze Woche sehr viel Schnee, die Sonne sahen wir kaum, dafür wunderschöne verschneite Wintermärchen-Landschaften. Die Gipfel waren häufig in Nebel gehüllt und nicht zu vergessen die Lawinenwarnstufe war immer zwischen Stufe 3 «erheblich» und Stufe 4 «gross», vor allem oberhalb der Waldgrenze. Dies bedeutete für uns, dass wir oft verkürzte Touren in eher flacherem Gelände durchführen konnten, was aber der Stimmung in der Gruppe keinen Abbruch tat.

Am Donnerstag, dem letzten Tag der Tourenwoche begaben wir uns in eher ungewöhnliche Umgebung für eine Tourengruppe. Giuliano löste für uns die Dolomiti-Superski Tageskarte mit dem Ziel die berühmte Sellaronda zu absolvieren. Ohne Felle begaben wir uns nach einigem Schlangestehen in Campitello im Val di Fassa in dieses Skikarussel zur Umrundung der Sella-Gruppe. Vom Sellajoch gings um den Langkofel herum und via Weltcup-Abfahrtspiste der Saslong ins Grödental hinunter, danach ab Wolkenstein über den Passo Gardena nach Corvara und ins Alta-Badia Skigebiet. Hier mussten wir nach ca drei Viertel der Sellaronda wieder umkehren, da die Pisten auch hier wegen Lawinengefahr die gesamte Umrundung nicht zuliessen. Dies war ein herrlicher, für uns Türeler ungewohnter Tag auf präparierten Pisten inmitten vieler nicht gerade auf top Niveau skifahrenden Touristen.

Leitung: Giuliano Zugliani (Bergführer)
Teilnehmerinnen: Monika, Becky, Corinne, Karin, Daniela, Trix, Christian, Roger, Simon, Walä
Organisation/Text/Fotos: Walä

Je eine Fotogalerie pro Tour in dieser Tourenwoche:

Sa, 24.02.2024 Cima di Lusia 2494m

So, 25.02.2024 Cima Juribrutto 2694m

Mo, 26.02.2024 Cima Undici 2550m
im Val die Fassa

Di, 27.02.2024 Punta Rolle 2221m
durch das Valle Venegia – «das schönste Tal der Dolomiten» – bis an den Fuss der Pala-Gruppe

Mi, 28.02.2024 Col Margherita
ab Passo Valles

Do, 29.02.2024 Sellaronda

Video vom Di 25.02.2024 am Cima Juribrutto

Die nächsten Touren

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