10.09.2025 Mittwochwandern in die Val Piora

Je grauer der Himmel, desto hübscher der Tag: Dies durften auch die Mittwochwander:innen erfahren, als sie sich zum Thuner Hausberg Rabeflue aufmachten und in der Val Piora landeten.

Zermatt hat das Matterhorn, Thun die Rabeflue. Der 864 Meter hohe Hausberg der Stadt Thun ist allerdings auch bei vielen Einheimischen wenig bekannt. Robert führt uns als «Schlechtwetterprogramm» via Jakobshübeli auf ebendiese Rabeflue. Weiter geht es vom Aussichtspunkt ins Geissental und von dort durch den stotzigen Buchsitenwald zum abgelegenen Örtchen Linde. Und dort steht tatsächlich an aussichtsreichster Lage ein prächtiger Lindenbaum. Gratis zum Picknick gibts hier an schönen Tagen einen Weitblick, wie man ihn aktuell den Staatsmännern auf diesem Planeten wünschen würde.

Doch wir schweifen ab und kehren zurück auf den Wanderweg, wo der Wegweiser in Richtung «Val Piora» weist! Hoppla, hat sich unser Wanderleiter vergaloppiert, sind wir im Ticino und in der Leventina gelandet? Tempi passati, auch auf der Landeskarte ist oberhalb von Goldiwil eine «Val Piora» vermerkt. Gemäss der Erzählung Einheimischer soll die folgende Geschichte dazu beigetragen haben: Tessiner Gastarbeiter hätten vor langer Zeit in der Gegend gearbeitet und auch Boccia gespielt. Und als sie die schöne Landschaft sahen, sei die Fantasie mit ihnen durchgegangen, und sie hätten, von heftigem Heimweh geplagt, der Mulde einen Namen aus ihrer Heimat gegeben – Val Piora!

Aufkommender Regen in der Val Piora weckt in uns die Sehnsucht nach einem Rustico und einem starken Espresso. Mit dem Postauto kehren wir zurück in die Stadt, wo wir ein trockenes Plätzchen finden. Grazie mille Roberto, für den abwechslungsreichen und farbigen Tag!

Teilnehmer:innen: Robert (Leitung), Doris, Christine, Godi
Fotos: Teilnehmer:innen

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